Kaufhilfe

Kaufhilfe für Metalldetektoren

 

Auswahlhilfe für den Kauf eines Metalldetektors (oder warum Teknetics so gut ist)

Sie sind auf der Suche nach dem richtigen Metalldetektor und haben sicher schon versucht Hilfe für die Anschaffung des für Sie richtigen Metalldetektors zu finden. Der Markt bietet viele Marken und Modelle, was die Auswahl sicher erschwert.

Fragen in Internetforen wie: „Welchen Metalldetektor soll ich kaufen?“ führen zu vielen Antworten. Leider wissen Sie nach vielen Antworten im Forum nur wer Fan welcher Marke ist oder bestimmte Händler unterstützt.

Sehr zum Schmunzeln finde ich Empfehlungen von „Ein Regler Metalldetektoren für 290 Euro“ in Internetforen, nur weil Sie sich als Hobbyneuling zu erkennen gegeben haben.

Da wird wohl angenommen, dass jeder „Neuling“ nur sehr begrenztes technisches Verständnis hat. Das ist ja so, als wenn ein Autoverkäufer mir ein Auto empfiehlt, bei dem Gaspedal und Schaltung fest geschweißt sind und ich froh sein darf steuern zu dürfen.

Ebenso interessant finde ich Empfehlungen einiger Besitzer von teuren Metalldetektoren, die Ihnen erklären wollen, dass günstigere Geräte alle schlecht sind und eigentlich keine Metalle finden (dürften).

Ich kann Ihnen versichern, dass Sie mit jedem günstigen Markengerät erfolgreich Metalle orten können. Natürlich können Detektoren mit höherem Preis mehr Tiefe und Ausstattung haben.

Der Einzige, der Ihnen die Frage nach dem richtigen Metalldetektor beantworten kann sind … SIE SELBST!

Dieses kleine Handbuch wird Sie zum Ziel führen den für SIE nach IHREN Vorgaben besten Metalldetektor zu finden. Ein Metalldetektor muss zur Person passen und nicht die Person zum Detektor. Das technische Verständnis und die physiologischen Vorgaben (z.B. Kraft und Ausdauer) sind bei jeder Person verschieden und wesentliche Punkte bei der Detektorwahl.
Was und wo Sie suchen wollen sind die nächsten Parameter neben der Frage wie viel Geld Sie für die Schatzsuche investieren können.

Auf den folgenden Seiten finden Sie viele mögliche Eigenschaften und Ausstattungsmerkmale von Metalldetektoren von mir erklärt. Obwohl ich Importeur und Händler für Teknetics und Discovery Metalldetektoren bin, können Sie auch andere Marken auf Eigenschaften und Ausstattungen selbst überprüfen.

Egal für welches Gerät Sie sich entscheiden, ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Schatzsuche.

Technisches Verständnis und Physiologie des Nutzers

Ein Metallsuchgerät sollte in erster Linie auf den Nutzer abgestimmt sein. Wer nicht regelmäßig ins Fitness Studio geht, wird ein leichtes Gerät schnell zu schätzen wissen.
Das leistungsstärkste Gerät nützt nicht viel, wenn es für den Nutzer zu schwer ist. Ein schweres Gerät führt schnell zu Ermüdungserscheinungen und begrenzt die Suchdauer und damit die Anzahl der Funde. Moderne Metallsuchgeräte wiegen nur noch ca. 1,0 bis 1,5 Kg, obwohl ein Display vorhanden ist.

Programmierbare Geräte mit vielen Menüs und oft sogar vielen Untermenüs überfordern häufig den Nutzer. Dann werden schnell Parameter falsch eingestellt, die die Suchtiefe oder die Signaltrennung verschlechtern.

Aus meiner Erfahrung als Verkäufer und Berater kann ich klar sagen, dass ein kompliziertes Gerät den Sucherfolg eher mindert als erhöht. Nur wenige Nutzer wollen sich tagelang in die Bedienungsanleitung einlesen und danach viele Stunden testen, um rauszufinden welche Einstellungen nun endlich ein paar Zentimeter mehr Tiefe bringen. Persönlich habe ich das Gefühl, dass Nutzer dieser komplizierten Geräte mehr Zeit verbringen sich in Foren über Einstellungen auszutauschen, als wirklich damit zu suchen. Wissen doch bei einigen Detektoren noch nicht mal die Entwickler, welche Einstellung eine andere beeinflusst.

Gestehen Sie sich ein, wenn Sie es einfach mögen. Ich finde es auch toll, wenn der Detektor nach dem Winter einfach wieder bedient werden kann ohne die Anleitung lange studieren zu müssen.
Nicht selten kaufen technikbegeisterte Herren einen einfach zu bedienenden Detektor für die Frau und suchen nachher selbst damit. Der Glaube mit einem programmierbaren Detektor immer mehr Tiefe bekommen zu können als mit einem einfacheren Gerät ist oft falsch.

Ein einfacheres Gerät lässt den Nutzer auch schneller Vertrauen aufbauen.

Ich will hier nicht verschweigen, dass programmierbare Detektoren auch Spaß machen können, wenn sie bis ins Detail verstanden werden. Es gibt diese Geräte, um sie auf den Einsatzort und Zweck perfekt anpassen zu können. Oft ließt man in Internetforen Fragen wie: „Welche Einstellungen benutzt Ihr?“ Antworten auf diese Fragen helfen überhaupt nicht, da z.B. eine Einstellung, die perfekt in Norddeutschland funktioniert, in Bayern völlig falsch sein kann. Bodenmineralisation, Grad der Verschrottung und persönliche Präferenzen bestimmen die Einstellungen.

Gewicht


Noch vor wenigen Jahren wurden Metalldetektoren mit relativ hohem Gewicht entwickelt, die teilweise jetzt noch immer im Handel sind. Früher war der Nutzer froh überhaupt einen Metalldetektor zu haben. Heute sind schwere Metalldetektoren nicht mehr zeitgemäß, da Geräte mit über 2 Kg Gewicht schnell zur Ermüdung des Armes und der Schulter führen.

Wenig Suchzeit wegen Ermüdung bedeutet auch weniger Funde.

Besonders bei Einsätzen in schwierigen Gelände ist jedes Gramm Gewicht weniger von Bedeutung, da das Gerät oft angehoben werden muss.
 


 

Balance

Auch wenn ein Detektor wenig Gewicht hat, so kann z.B. durch eine schwere Suchspule ein Drehmoment am Handgelenk entstehen, was unangenehm und ermüdend ist. Viele Metalldetektoren haben das Elektronikteil mit bis zu 8 Mignon Batterien vor dem Griff befestigt, was zur Erhöhung des Drehmoments am Handgelenk beiträgt.

Bei modernen Geräten sind viele Hersteller dazu übergegangen leichte Spulen zu verwenden und das Batteriefach unter die Armstütze zu verlegen. Auch wenige Batterien oder nur eine Batterie im Elektronikteil zu betreiben ist eine sehr gute Lösung.

Die Form des Griffes und der Armstütze tragen wesentlich zum Komfort während der Suche bei.

Gestängeverriegelungen verhindern das Wackeln des Gestänges.

Ein 3 – teiliges Gestänge erhöht die Zerlegbarkeit für den Transport.

Wenn ein Display vorhanden ist, sollte es auch bei niedrigen Temperaturen funktionieren und gut ablesbar sein.

Tasten und Regler müssen leicht während der Suche bedient werden können, ohne die Position des Detektors zu verändern.

Veränderungen von Einstellungen sollten direkt durch den Nutzer erkennbar sein. Nur wenn der Detektor Eingaben des Nutzers direkt umsetzt, kann die Veränderung verstanden werden.


Farbe des Detektors

Wenn Sie nicht über weite Entfernung auffallen wollen, sollten Sie einen Metalldetektor wählen, der eine dunkle Farbe hat.


 

Aktualität der Elektronik

Es werden noch immer Metalldetektoren verkauft, deren Elektronik nicht auf dem neuesten Stand ist.
Langsame Mikroprozessoren mit langsamer Signalausgabe und hohem Stromverbrauch.
 
Alte LCD’s (Displays) haben folgenden Schwächen:

- Der Kontrast muss ständig nachgeregelt werden.
- Versagen durch „einfrieren“ bei niedrigen Temperaturen
- Schlechte Ablesbarkeit durch kleine Darstellung der Anzeigen

Das Batteriesystem

Entscheidend für ein optimales Batteriesystem sind nicht nur die Anzahl der benötigten Batterien, sondern deren Gewicht und die Unterbringung am oder im Detektor. Auch die Information über den Zustand der Batterie(n) durch eine Batteriestatusanzeige sollte zum Batteriesystem gehören.

System 1: Eine 9 Volt Blockbatterie im Detektorgehäuse.

Die Vorteile sind:

Geringstes Gewicht
Schnellster Batteriewechsel (unter 10 Sekunden)
Leichter Zugang zur Batterie
Niedrige Kosten. 9 Volt Alkaline Batterien im Doppelpack sind schon für unter 2 Euro zu haben (z.B. Aldi). Eine Ersatzbatterie lässt sich leicht mitführen.

System 2: Zwei 9 Volt Blockbatterien im Detektorgehäuse.

Noch immer geringes Gewicht und schneller Batteriewechsel, aber nicht so gut wie bei System 1.

System 3: Vier Mignon Batterien im Detektorgehäuse oder in der Armstütze.

Noch immer akzeptables Gewicht und Batteriewechselzeit.
Niedrige Batteriekosten. Sind die Batterien in der Armstütze, so tragen sie zur besseren Balance des Detektors bei.

System 4: Acht Mignon Batterien im Detektorgehäuse oder in der Armstütze.

Meistens in älteren Metalldetektoren mit hohem Stromverbrauch.
Hohes Gewicht, hohe Batteriekosten und lange Batteriewechselzeit.
Ersatzbatterien sind schlechter mitzuführen.

Oft lassen sich Akkus ohne Leistungsverluste des Detektors nutzen. Ein Ladegerät sollte Mikroprozessor gesteuert sein, um die Akkus nicht zu überladen. Der Einsatz von Akkus kann mehrere hundert Euro Batteriekosten im Jahr sparen und schont die Umwelt.

Die Batteriestatusanzeige

Die Wichtigkeit der Batteriestatusanzeige wird häufig unterschätzt. Ich kenne eine Metalldetektor-Marke, deren Geräte nur direkt nach dem Einschalten durch eine Anzahl von Tönen den Batteriestatus hörbar machen. Nachteil dabei ist, dass sich während des Betriebs des Detektors ein Absinken der Batteriespannung nicht bemerkbar macht und Leistungsverluste oder gar ein Abschalten zunächst nicht bemerkt werden kann.

In der Tat wurde schon mal die schlechte Leistung eines Detektors bei einem Vergleichstest hinterher mit einer leeren Batterie entschuldigt. Selbst wenn dem so war, so ist es doch ein Mangel, dass sich die leere Batterie nicht erkennen ließ.


 

Der All Metall Modus

Oft wird ein Modus als All Metall Modus bezeichnet, der nichts anderes ist als ein Disc (Metallfilter) Modus, der auf „0“ gesetzt wird, um alle Metalle erkennen zu können.

Da das Signal immer noch für die Tonunterscheidung und Anzeige gefiltert wird, ist dieser „0“ Disc All Metall Modus nicht wesentlich tiefer als der Disc Modus und verliert viel Tiefe durch Bodenmineralisation.

Der ungefilterte All Metall Modus, auch im englischen als „True All Metal Mode“ bezeichnet, dringt bei erhöhter Bodenmineralisation tiefer in den Boden ein, als der Disc Modus oder der „0“ Disc All Metall Modus.

Eine Bodenanpassung des Detektors sorgt für die Laufruhe im ungefilterten All Metall Modus.

Der Diskriminator (Metallfilter)

Die ersten Metallsuchgeräte hatten nur den All Metall Modus, was bedeutete, dass der Nutzer alle Metalle angezeigt bekam und auch ausgraben musste. Leider mussten dann auch ungewünschte Gegenstände wie z.B Nägel, Folien und Abzugslaschen von Dosen ausgegraben werden. Schnell entstand der Wunsch solche Gegenstände ausfiltern zu können, so dass sie nicht mehr vom Detektor erkannt werden.

Die Hersteller entwickelten den Metallfilter, auch Diskriminator genannt. Die Bezeichnung DISC auf den meisten Detektoren ist die Kurzform vom englischen Wort Discrimination.

Bei Modellen mit Disc Regler werden Gegenstände in folgender Reihenfolge ausgefiltert je weiter der Disc Regler im Uhrzeigersinn gedreht wird:

Kleines Eisen → Großes Eisen → Folien → Abzugslaschen (Alu.)→ Schraubverschlüsse von Flaschen (Alu.). Kupfer und Silber Münzen liegen so hoch auf der Diskriminations-Scala, dass sie durch den Disc nicht ausgeblendet werden können.
Nun entsteht schnell der Eindruck, dass einfach der Disc hochgedreht werden muss, um dann nur noch tolle Gegenstände zu finden. Lieder ist das nicht so.

Probleme und Leistungsgrenzen der Diskrimination

Die Diskrimination wird u.a. beeinflusst von: Metallart, Größe, Tiefe, Form, Bodenmineralisation, Spulengröße und Spulenart (DD oder Konzentrisch)

Beim Ausfiltern ungewünschter Gegenstände werden leider auch begehrte Gegenstände mit ausgefiltert. Viele Goldringe liegen im Diskriminationsbereich der Abzugslaschen von Getränkedosen. Werden also die Abzugslaschen mit dem Disc ausgefiltert, werden auch viele Goldringe nicht mehr erkannt. Selbst im (Alu)Folienbereich liegen viele sehr kleine Goldteile wie Ohrringe, kleine Goldketten usw., die beim Ausfiltern von Folie auch nicht mehr erkannt werden.

Die Tiefe des Objekts beeinflusst den Metallfilter

Die Diskrimination funktioniert nicht zuverlässig bis zur maximalen erreichbaren Tiefenleistung des Detektors. Selbst bei zunehmender Tiefe des gleichen Gegenstandes ändert sich seine Position auf der Diskriminations-Scala nach unten.

Das bedeutet, dass eine Silbermünze an der Oberfläche vom Diskriminator als Silber erkannt wird, aber z.B. in 25cm Tiefe als Eisen erkannt wird. Ist nun der Eisenbereich ausgeblendet, wird auch die Silbermünze bei 25cm Tiefe nicht erkannt.

Die Größe des Objekts beeinflusst den Metallfilter

Gerne wird geglaubt, dass sich eine bestimmt Metallart (z.B. Gold) immer an der gleichen Stelle des Diskriminators befindet. Goldmünzen verschiedener Größe werden aber an verschiedenen Disc Werten ausgefiltert. Kleine Goldmünzen werden früh ausgefiltert, während sehr große Goldmünzen oft nicht ausgefiltert werden können, da sie sehr weit oben in der Disc-Scala liegen.
Die Metallart des Objekts beeinflusst den Metallfilter

Bei gleicher Größe,Tiefe und Form ist für die Position in auf der Disc Scala die Metallart entscheidend. Werden gleich große runde Gegenstände aus Stahl, Gold, Aluminium, Kupfer und Silber miteinander verglichen, so werden sie in der genannten Reihenfolge nacheinander ausgefiltert.

Die Form des Objekts beeinflusst den Metallfilter

Runde Gegenstände von gleicher Größe, Tiefe und Metallart erscheinen im Disc an der gleichen Stelle. Wird ein rechteckiges Objekt aus verschiedenen Richtungen geortet, so ändert sich der Wert auf der Disc-Scala.

Die Bodenmineralisation beeinflusst den Metallfilter

Je höher die Bodenmineralisation ist, umso unzuverlässiger ist die Funktion des Diskriminators. Ein Gegenstand gleicher Größe, Tiefe, Metallart und Form kann auf verschiedenen Böden auf unterschiedlicher Höhe im Disc liegen.

Die Spulengröße beeinflusst den Metallfilter

Ein Gegenstand gleicher Größe, Tiefe, Metallart und Form kann unterschiedlich hoch im Disc liegen. Bei kleinen Spulen ist der Wert niedriger, bei großen höher.
 
Bei älteren Modellen geht mit zunehmender Disc Einstellung auch immer mehr Tiefenleistung verloren. Bei modernen Metalldetektoren findet die Diskrimination in der Software statt und der Tiefenverlust ist geringer.

Tipp: Benutzen sie so wenig wie möglich den Metallfilter. Bei Metalldetektoren mit Leitwertanzeige in Kombination mit der Tiefenanzeige lässt sich oft eine bessere Vorhersage treffen, als Metalle auszufiltern.
 


 

Wann Sie Diskrimination trotz der genannten Nachteile nutzen sollten:

Stellen sie sich eine Liegewiese am Badesee vor. Dort liegt so viel neuzeitlicher Metallmüll (Folien von Kaugummiverpackungen, Abzugslaschen von Getränkedosen usw.), dass sie unmöglich jedes Signal ausgraben können. Hier hilft es den Diskriminator so hoch zu stellen, das Eisen, Folie und Abzugslaschen (engl. Pulltab) ausgeblendet werden. Wenn sie sich jetzt auf die Leitwerte von Euromünzen und Silberringe konzentrieren, werden sie schnell viele Euros und Silberringe finden. Wie schon oben erwähnt, werden aber leider mit den aus gefilterten „schlechten“ Objekten auch einige Goldteile nicht erkannt. Wenn Sie Goldringe von Dosen-Abzugslaschen unterscheiden können wollen, dann brauchen Sie eine Leitwertanzeige!

Der Ort an dem gesucht wird sollte bestimmen, ob und wie viel Diskriminisation benutzt wird. An Orten mit wenig modernem Schrott sind oft auch Gegenstände aus Eisen mit hohem Sammlerwert.

Jede Nutzung von Leitwerten, Tonunterscheidung und Disc (Metallfilter) führt immer dazu, dass neben den gewünschten Metallen auch ungewünschte erkannt werden oder umgekehrt.

Es ist selbst für den erfahrenen, erfolgreichen Sucher normal auch einen hohen Anteil von Schrott ausgraben zu müssen.


Die Bodenanpassung

Fast jeder natürliche Boden enthält Eisenoxid (Chemisch:Fe3o4), welches vom Metalldetektor geortet wird, wenn es nicht durch eine Bodenanpassung ausgefiltert werden würde. Die Bodenanpassung bestimmt also genau die Schwelle wo die Ortung des Bodens aufhört und ab wo die Ortung von Metallen beginnen kann.


Die fest voreingestellte Bodenanpassung (Preset)

Bei Geräten mit intern fest voreingestellter Bodenanpassung wird bewusst ein hoher Bodenwert voreingestellt, um den Detektor auch über Böden mit hohem Eisenoxidanteil betreiben zu können.Vorteil ist, dass der Bediener keine Bodenanpassung am Detektor vornehmen muss.

Nachteile sind eine geringere Kleinteileempfindlichkeit und Störungen, wenn die Suchspule vertikal bewegt wird. Oft wird diese Form der Bodenanpassung als Automatik beworben, was sie aber nicht ist. Eine richtige Automatik würde den Detektor genau an den Boden anpassen.


Die manuelle Bodenanpassung

Für die manuelle Bodenanpassung ist am Detektor ein Regler oder Tasten mit der Bezeichnung Ground Balance, Ground Grab oder Ground Cancel vorhanden.

Im All Metall Modus mit leicht hörbaren Hintergrundton (engl.: Threshold) wird dann die Spule ca. 20cm bis 5 cm über metallfreiem Boden hoch und runter gepumpt und die Bodenanpassung so eingestellt, bis sich weder bei der Abwärtsbewegung noch bei der Aufwärtsbewegung der Spule der Hintergrundton (engl.: Threshold) ändert. Eine leichte Veränderung bei der Pump-Bewegung Richtung Boden ist kein Problem. (leicht positive Bodenanpassung).

Die automatische Bodenanpassung

Für die automatische Bodenanpassung ist am Detektor eine Taste mit der Bezeichnung Ground Balance, Ground Grab oder Ground Cancel vorhanden.

Im All Metall Modus mit leicht hörbaren Hintergrundton (engl.: Threshold) wird dann die Taste gedrückt gehalten, während die Spule ca. 20cm bis 5 cm über metallfreiem Boden hoch und runter gepumpt wird. Die Taste kann losgelassen werden, wenn sich weder bei der Abwärtsbewegung noch bei der Aufwärtsbewegung der Spule der Hintergrundton (engl.: Threshold) ändert.


Die automatische Bodenanpassung mit „Tracking“
Detektoren, die über eine automatische Bodenanpassung mit „Tracking“ verfügen, überwachen den Bodenwert und passen automatisch die Bodenanpassung des Detektors an den Bodenwert an. Der Nutzer braucht hier nicht tätig zu werden. Nachteil dieser Automatik ist, dass schwache Signale von tiefen Metallen als Bodenveränderung gesehen werden und weggedrückt werden.



Die Mineralisationsmengenanzeige (Fe3O4)

Die Mineralisationsmenge im Boden durch Eisenoxid (Fe3O4) kann die Suchtiefe des Metalldetektors erheblich reduzieren. Besonders der Disc (Metallfilter) Modus verliert viel an Tiefe, wenn die Mineralisation zunimmt. Der All Metall Modus verliert im Vergleich zum Disc Modus nur wenig Tiefe durch Mineralisation.

Daher ist für die Wahl des Suchmodus wichtig zu wissen, wie hoch die Mineralisationsmenge ist. Da sich die Mineralisationsmenge nicht mit dem Auge erkennen lässt, sind Teknetics Metalldetektoren in der Lage die Mineralisationsmenge zu messen und mit der Fe3O4 Anzeige auf dem Display anzuzeigen. Ist die Mineralisation gering, kann ohne Tiefenverlust im Disc Modus gesucht werden. Ist die Mineralisation hoch, sollte der All Metall Modus gewählt werden.


Wer sich für einen Metalldetektor ohne Mineralisationsanzeige entscheiden hat, kann nicht erkennen, dass sich die Tiefenleistung seines Metalldetektors aufgrund hoher Mineralisation im Disc Modus stark verschlechtert hat. Es ist dann keine Anzeige vorhanden, die den Hinweis gibt in den All Metall Modus umzuschalten, um wieder die volle Eindringtiefe zu erreichen.


Eine hohe Menge an Bodenmineralisation beeinflusst nicht nur die Suchtiefe, sondern auch die Zuverlässigkeit der Leitwerte, der Tonunterscheidung und des Diskriminators.
 


 

Der Bodenwert (engl. Ground Phase Number) und die Bodenanpassung (engl. Ground Balance).


Der Bodenwert (Ground Phase), der lediglich die Art der Mineralisation messen kann, kann mit der Bodenanpassung des Detektors (Ground Balance oder nur Ground) so kalibriert werden, das der Boden nicht mehr als Metall erkannt wird und somit jeder höhere Wert als Metall angezeigt wird. Somit können Metalle angezeigt werden, die von einem Detektor mit hoher fest voreingestellter Bodenanpassung „geschluckt“ werden würden (z.B. kleine Goldnuggets).
Es wird oft behauptet, dass die Bodenanpassung die Suchtiefe erhöht, was falsch ist, da die Mineralisationsmenge ja nicht reduziert werden kann. Die Ortungstiefe bei hoher Mineralisationsmenge kann NUR durch umschalten in den All Metall Modus erhöht werden.

Die Anzeige für die Mineralisationsmenge ist die Fe3O4 Anzeige und nicht die Bodenwertanzeige (Ground Phase).

Merke:
Metalldetektoren, die nur eine Bodenanpassung haben, steigern die Kleinteileempfindlichkeit und Laufruhe, aber nur gering die Tiefe.

Punktortung (Pinpoint)

Die Pinpoint Funktion ist eine Umschaltung des Detektors von der Motion Betriebsart, in der der Detektor nur bei Bewegung der Spule Metalle orten kann, in die Non Motion Betriebsart, in der die Spule bewegungslos über das gefundene Objekt gehalten werden kann.

In der Pinpoint Betriebsart wird ein gefundenes Objekt genau in der Spulenmitte mit dem lautesten Signal angezeigt. Somit ist das genaue Lokalisieren im Boden möglich und das Ausgraben wird vereinfacht. 


 

Visuelle Metallunterscheidung

Metallsuchgeräte mit Display haben zur visuellen Identifizierungshilfe von Metallen Blocks und/oder Zahlen. Die „Blocks“ sind oft nach einem amerikanischen Kategorie System unterteilt.

Metalle werden in Kategorien durch Blöcke angezeigt.

Hierbei handelt es sich um eine sehr grobe Einteilung der Metalle, die für Europa durch Darstellung amerikanischer Münzen wenig Nutzen bringt.

Folgende Kategorien werden von amerikanischen Herstellern häufig genutzt:

Iron: Eisen und Stahlteile

Foil: Folien aus Aluminium

5c: US 5 Cent Münze

Pulltab: Abzugslaschen von Getränkedosen

Screwcap: Schraubverschluss aus Aluminium

1c: US 1 Cent Münze

Dime: US 10 Cent Münze

Quarter: US 25 Cent Münze


Metalle werden durch Zahlen, den Leitwerten angezeigt.

Der Leitwert entsteht durch die Messung der Leitfähigkeit des Metalls, das das Magnetfeld der Spule ändert. Der Leitwert wird beeinflusst von: Metallart, Größe, Tiefe, Form, Bodenmineralisation, Spulengröße und Spulenart (DD oder Konzentrisch)
Je nach Hersteller werden Metalle durch bis zu 199 Leitwerte unterteilt.
Dadurch kann sich jeder Nutzer eine eigene Leitwerttabelle erstellen, indem verschiedene Gegenstände vor die Spule geschwenkt werden und sich der angezeigte Wert notiert wird.

Beispiele:

Aufgrund des Leitwertes einer 1 Euro Münze kann gezielt ein Gebiet nur nach 1 Euro Münzen abgesucht werden. Alle anderen Leitwerte werden dann einfach ignoriert.

Die Suche nach dem verlorenen Ehering der Ehefrau ist einfach, wenn sich vorher der Leitwert des Eherings des Mannes notiert wurde.

Auch bei ungewünschten Metallen z.B. Abzugslaschen von Dosen, kann sich der Leitwert gemerkt werden, um genau diesen Wert nicht mehr auszugraben.

Die visuelle Metallunterscheidung ist nie bis zur maximalen Ortungstiefe des Detektors zuverlässig. Mit zunehmender Tiefe des Metalls sinkt der Leitwert für denselben Gegenstand.

Beispiel: Eine Silbermünze an der Oberfläche mit einem Leitwert von z.B. 80, kann in 25 bis 30 cm Tiefe einen Leitwert von z.B. 10 haben.

Welchen Nutzen hat die Leitwertanzeige eigentlich, wenn sie nicht immer eindeutig ist?
Zunächst muss sich der Nutzer bewusst sein, in welchem Gebiet er seine Suche durchführt.

Auf einer Liegewiese am Badesee ist es nahezu unmöglich jedes Signal zu graben, auch wenn Eisen schon mit dem Disc (Metallfilter) ausgeblendet wurde. Sie würden jede Folie von Kaugummipapier, jede Abzugslasche von Getränkedosen und jeden Schraubverschluss von Getränkeflaschen ausgraben müssen. Wenn der Disc (Metallfilter) so hoch eingestellt wird, dass auch alle Folien, Abzugslaschen und Schraubverschlüsse nicht mehr angezeigt werden, dann werden auch Goldringe und die meisten Münzen nicht mehr gefunden.
In einem solchen Gebiet empfiehlt es sich, zunächst einige Signale zu graben und sich die Leitwerte der ungewünschten Funde zu merken. Wenn z.B. eine Abzugslasche immer wieder mit dem Leitwert von 60 erscheint, einfach diesen Wert nicht mehr ausgraben.

Alle anderen Leitwerte weiterhin ausgraben. Natürlich kann sich auch mal ein gutes Objekt mit dem Leitwert 60 darstellen. Der Nutzer muss selbst entscheiden, ob er bereit ist für den einen Goldring, der sich hinter dem Leitwert 60 darstellt sehr viele Abzugslaschen von Dosen auszugraben. Es ist nie möglich durch die Leitwertanzeige, die Tonunterscheidung oder den Eisenfilter nur gute Dinge auszugraben und alle ungewünschten Metalle nicht zu graben.

Völlig anders sollte vorgegangen werden, wenn in einem Gebiet gesucht wird, in dem wenig neue Metalle zu erwarten sind. Hier empfiehlt es sich jedes Signal auszugraben. Selbst alte Eisenteile können hohe Werte haben.

Die einzige zu 100% sichere Methode herauszufinden was unter der Spule liegt ist:
Ausgraben und ansehen!

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